Studie belegt Wirksamkeit der digitalen Reha von Kaia COPD – über die stationäre Therapie hinaus

Eine erste wissenschaftliche Untersuchung hat sich mit den Effekten eines digitalen Therapeutikums auf die Pulmonale Rehabilitation befasst: Mit Kaia kann der Erfolg der Reha über 6 Monate aufrecht erhalten werden!

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München, 26. April 2022 – Mediziner der Zürcher RehaZentren und der Universität Marburg haben in einer Studie [1] mit 67 Patient:innen mit der chronischen Atemwegserkrankung COPD untersucht, wie sich die Nutzung der Kaia COPD App auf die körperliche Aktivität nach einer stationären Behandlung auswirkt. Ergebnis: Mit Kaia COPD ließen sich die Verbesserungen aus einer stationären Reha über den gesamten Untersuchungszeitraum von sechs Monaten aufrechterhalten – im Gegensatz zur Kontrollgruppe. Die Studie von Prof. Dr. A. Rembert Koczulla, Dr. Marc Spielmanns et al. ist die erste wissenschaftliche Untersuchung, die sich mit den Effekten eines digitalen Therapeutikums auf die sogenannte Pulmonale Rehabilitation befasst.

Die Pulmonale Rehabilitation ist gemäß Leitlinien, wie der nationalen Versorgungsleitlinie für COPD[2] als Behandlungsmethode für Patienten mit alltagsrelevanten, fortdauernden Einschränkungen bei COPD empfohlen. Hierbei wird, basierend auf einer ausführlichen Patient:innen-Beurteilung, ein individuelles Therapieprogramm erstellt, das unter anderem aus Bewegungstrainings und Aufklärungseinheiten besteht[3]. Die geringe Anzahl von spezialisierten Einrichtungen und der hohe personelle Aufwand begrenzen jedoch die Verfügbarkeit, sodass nur ein Teil der Patient:innen, die von der Pulmonalen Rehabilitation profitieren können, auch tatsächlich Zugang bekommt. Kaia COPD stellt einige Schlüsselelemente der Pulmonalen Rehabilitation digital zur Verfügung: ein individuelles Therapie-Programm mit durch einen digitalen Bewegungscoach angeleiteten Trainingseinheiten, Atem- und Entspannungsübungen sowie Tipps und Infos zu der Erkrankung. Sie kann alleinstehend als digitales Therapeutikum genutzt werden, aber auch im Anschluss an eine stationäre Therapie. In der randomisierten kontrollierten Studie wurden 67 Patient:innen mit COPD über einen Zeitraum von sechs Monaten nach Ablauf ihrer stationären Rehabilitation beobachtet. Die Teilnehmer:innen wurden per Zufallsprinzip entweder mit der Kaia COPD App oder der herkömmlichen Nachbehandlung ohne Einschränkungen versorgt. Der Forschungsschwerpunkt der von Kaia Health finanzierten Studie lag auf der Messung der körperlichen Aktivität – einem entscheidenden Faktor für die Rehabilitation. Dazu wurden die pro Tag zurückgelegten Schritte der Teilnehmer:innen von einem Aktivitätstracker aufgezeichnet und anschließend von den Studienautor:innen ausgewertet.

„Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Steigerung in der körperlichen Aktivität und eine Besserung der Symptome über einen Zeitraum von sechs Monaten durch die Nutzung der App im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Kaia COPD App ist nachweislich eine neuartige Möglichkeit, bei Patienten mit COPD den Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum positiv zu beeinflussen“,

erklärt Stephan Huber, einer der Co-Autoren der Studie und Chief Medical Officer Europa bei Kaia Health.

Studienautor Prof. Dr. A. Rembert Koczulla. Bildrechte: Schön Klinik
Studienautor Prof. Dr. A. Rembert Koczulla. Bildrechte: Schön Klinik

Starke Verbesserung der Symptome mit der COPD-App

Neben diesen Befunden sticht ein weiterer Wert besonders aus den Studienergebnissen heraus: der CAT-Score. CAT steht für COPD-Assessment-Test (Fragebogen für COPD-Patient:innen). Hier bewerten Betroffene ihre Symptome – beispielsweise Hustenanfälle, Verschleimung oder Engegefühl in der Brust – auf einer Punkteskala von 0-5. Durch eine Auswertung des Fragebogens kann die Schwere der COPD-Erkrankung individuell und präzise eingeordnet werden[4]. Im Rahmen der Studie zur Wirksamkeit der Kaia-COPD App zeigt die Auswertung der CAT-Fragebögen der Proband:innen, dass die Nutzung der App die allgemeine Symptomlast erheblich verringert. „Diese positiven Studienergebnisse haben uns natürlich sehr gefreut, aber nicht überrascht“, sagt Prof. Koczulla, beratender Pneumologe bei Kaia Health, Chefarzt des Fachzentrums für Pneumologie der Schön Klinik Berchtesgadener Land und Co-Autor der Studie.

„Mit der App kann der Erfolg der stationären Rehabilitation über sechs Monate bewahrt werden. Es lassen sich sogar noch weitere Verbesserungen erzielen.“
Durch die App sind Betroffene nach einer stationären Rehabilitation nicht mehr auf sich allein gestellt. Das ist besonders wichtig, da es vielen der 6,8 Millionen Betroffenen in Deutschland[5] schwerfällt, nach einer Reha wieder im Alltag anzukommen und dort alles Gelernte aus vier bis sechs Wochen Seminaren und Therapie eigenständig umzusetzen[6]. Mit Kaia COPD haben sie einen zuverlässigen, digitalen Begleiter an ihrer Seite, dessen Wirksamkeit durch die aktuelle Studie belegt ist.

Fußnoten

[1] Koczulla, A. Rembert; Spielmanns, Marc; Huber, Stephan et al.: Using a smartphone application maintains physical activity following pulmonary rehabilitation in patients with COPD: a randomised controlled trial. https://thorax.bmj.com/content/early/2022/04/21/thoraxjnl-2021-218338

[2] www.awmf.org

[3] Spruit MA, Singh SJ. Maintenance Programs After Pulmonary Rehabilitation: How May We Advance This Field? Chest 2013

[4] www.catestonline.org

[5] www.copd-aktuell.de

Erschienen am 26.04.2022 unter https://www.presseportal.de/pm/127193/5206407

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